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Virales Marketing: Übertragungsformate und Übertragungskanäle![]() VORBEMERKUNGWie bereits im vorangegangenen Kapitel zu den Zielen und der Zielgruppe besprochen, benötigt es eines Anschubs zur Initialisierung des "Marketing-Viruses". Erwähnenswert ist dabei auch, dass virale Kampagnen nach einer gewissen Verlaufsphase sehr schlecht steuerbar sind, weil die virale Kommunikation ab dato eine Art Eigenständigkeit entwickelt und sich im Zuge der Verbreitung verselbstständigt. Läuft Ihre Kampagne aus dem Ruder oder weist unbeabsichtigte, negative Tendenzen bzw. Erscheinungsformen auf, könnten Sie den gegenteiligen Effekt von dem erreichen, was Sie mit Ihrer Zielvorstellung beabsichtigt haben. Gerade im Internet sind Schadensbegrenzungen nahezu unmöglich und die Kampagnen sind deshalb vor dem Start auf potentielle Verfälschungscharakteristiken nach Sinn und Botschaft zu analysieren. ÜBERTRAGUNGSFORMATE/ -KANÄLE ALS MITTEL DER MARKETINGKOMMUNIKATION
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| INTERNET | PERS: KOMMUNIKATION | TELEFON | RUNDFUNK | TV | PRINTMEDIEN | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Multimedialität | + | - | - | - | + | - |
| Maschinelle Interaktivität | + | - | marginal | marginal | marginal | - |
| Persönliche Interaktivität | + | + | + | marginal | marginal | zeit- verzögert |
| Individualisierung | + | + | + | - | - | - |
| Direkte Messung des Erfolgs | + | - | - | - | - | marginal |
Aus vorangehender Tabelle ist ersichtlich, dass das Internet ein sehr gutes Medium für die Durchführung einer viralen Kampagne darstellt. Schnelle Kommunikationswege, hohe Freiheitsgrade in visueller und inhaltlicher Hinsicht und der ortsungebundene, unbegrenzte, individuelle Austausch von Informationen sind die größten Vorzüge dieses Übertragungskanals. Deshalb lassen sich auch die hohen Werbeaufkommen im Newsletter-Marketing und dem Website-Marketing (Affiliate, SEM) im Internet erklären. All jene nutzen die gleichen Vorteile des Mediums. Diese Erkenntnis soll aber nicht dazu verleiten zu glauben, dass die anderen Formate ungeeignet wären. Auch können diese miteinander kombiniert werden - je nach Zielgruppe, Kampagnengut, Werbewirkung, Ressourcen- verfügbarkeit und Umfeldplatzierung. Für Webmaster und Homepage-Betreiber sind allerdings die Kommunikation via Email und Website als Übertragungskanal für die virale Botschaft vorrangig von Bedeutung - auch in Bezug auf Kriterien wie Kosten, Umsetzbarkeit und Zeit.
Gerade im Email- oder Newsletter-Marketing können Sie mittels eines ausgeklügeltem, viralem Marketing-Konzeptes größere Erfolge
erzielen. Verbindet man beide Disziplinen miteinander, erhöht man auch die Chancen neue Teilnehmer- und Kundenkreise zu gewinnen.
Gewöhnliches Email-Marketing zielt auf einen Produktkauf, auf Mitgliederwerbung oder Kundenbindung (über Exklusivinformationen)
ab. Zwar akquiriert man mit dem Standard-Email-Marketing auch größere und neuere Kundenkreise, aber die Wachstumsraten reichen
bei weitem nicht an die des Viral-Marketings heran. Schafft man es also beides perfekt miteinander zu kombinieren, erhält man
traumhafte Ergebnisse bezüglich der Kundengewinnung und Absatzraten. Allerdings bedarf es hier wirklich guter Ideen und talentierter
Marketeers. Wenn Sie als Webmaster ein bereits effizientes Newsletter-System betreiben, versuchen auch Sie im nächsten Schritt
eben erworbenes Wissen in Ihr Konzept zu integrieren. Eine Idee wäre es zum Beispiel Kampagnen (preislich, inhaltlich) über mehrere
Emails zu verteilen und mit jeder Email Emotionen (Spannung, Neuartigkeit) zu produzieren. Der Leser muss im wahrsten Sinne des Wortes
vor Aufregung ins Kissen beißen! Setzen Sie zudem immer noch einen drauf! Das ist virales Marketing per se! Der Eisbär Knut hat allen
gezeigt, wie man über einen längeren Zeitraum durch das Einstreuen von neuen Informationen die Masse bei Laune hält. Nehmen Sie
diesen kleinen, süßen Eisbären einfach als Vorbild und entwerfen Sie daraus Ihre Eisbären-Kampagne!
Webseiten sind ebenfalls gut geeignet, um virale Botschaften zu übermitteln. Eine Website ist sehr flexibel. Sie können sie frei
gestalten und Dateien zum Download anbieten (speziell PDFs, Audivisuelles und Software). Problematisch ist allerdings die Bekanntheit
einer Seite, denn diese muss vom User selbst aufgerufen werden (passiv) und wird nicht per Email an die Zielperson übermittelt (aktiv).
Deshalb sollten Sie Ihre viralen Kampagnen stets auf stärker frequentierten Seiten präsentieren! Ist genügend Kapital vorhanden,
können Sie den Anschub auch über andere Werbekanäle vorantreiben. Vergessen Sie dabei nie, dass Sie ein "virales Umfeld" erzeugen müssen.
Sprich Ihren Besucher darf nicht das Gefühl ereilen, dass er reines Kaufvieh sei. Enttäuschte Erwartungen (falsche Versprechen, Gaukeleien)
und stupide Köderei durchschaut der User mit kritischem Geiste stets sofort. Unter Umständen haben Sie dann auch virale Effekte,
jedoch im negativen Sinne.