Leitfaden Permission Marketing (Erlaubnis-Marketing)

Permission Marketing

DEFINITION UND BEGRIFF "PERMISSION MARKETING"

Permission-Marketing ist eine auf dem Einverständnis des Empfängers basierende Direkt-Marketing-Strategie. Mit interaktiven Kommunikationstechnologien - vorwiegend Email werden Nachrichten versandt, die ausdrücklich erwünscht sind. Die Erlaubnis dazu kann vom Empfänger jederzeit widerrufen werden. Ziel des Permission Marketings ist es, eine nachhaltige Beziehung aufzubauen, indem - im Einverständnis mit dem Empfänger - Wissen über diesen gesammelt wird, um damit Angebote zu personalisieren.
Definition aus: PERMISSION MARKETING - macht Kunden süchtig; Torsten Schwarz; 2001

Wie aus obiger Definition ersichtlich, zielt das Permission Marketing (Empfehlungs-Marketing), ähnlich dem Dialog-Marketing, auf eine individuelle Beziehung zwischen Sender und Empfänger ab. Dabei ist das widerrufliche Einverständnis der Gegenpartei (meist Kunde) Voraussetzung für die Kontaktaufnahme bzw. die beabsichtigte Handlung. Der Gedanke hinter diesem Konzept ist simple. Es zählt nicht mehr und nicht weniger als die "uneingeschränkte" Zufriedenheit des Kunden, gemäß dem Motto: Der Kunde ist König! Das Permission-Marketing ist nach dem Dialog-Marketing die fortschrittlichste Grundstrategie der Kundenbindung, denn sie rückt den Kunden wirklich in den Mittelpunkt. Allerdings untersteht der Gedanke der "Kunde ist König" gewissen Grenzen, weil würde der Empfänger mit all seinen Wünschen wirklich Beachtung finden, wäre das Unternehmen in kürzester Zeit insolvent. Es gilt eher die Vorstellungen des Kunden weitgehend zugunsten dessen umzusetzen und trotz alledem noch Gewinne für das Unternehmen (Ihre Website) zu erwirtschaften.

HAUPTGRÜNDE FÜR DIE UMSETZUNG DES PERMISSION MARKETINGS INNERHALB IHRES
KONZEPTES

Permission, Meeting Wie bereits beschrieben, folgt das Permission-Marketing ähnlichen Prinzipien wie das Dialogmarketing. Eben die Gründe, welche für die Implementierung eines Dialogmarketings in Ihr Unternehmenskonzept sprechen, eben jene sind auch für das Permission-Marketing zu nennen. Wichtigstes und bedeutendstes Argument ist das weg vom Massenmarketing, hin zu personalisierteren Geschäftsbeziehungen. Ein jeder von uns wird täglich mit Werbebotschaften in seiner Umwelt regelrecht bombardiert und das Aufmerksamkeitsempfinden für massenhaftes, ungefragtes Zumüllen mit redundanten Informationseinheiten tendiert bei vielen Mitmenschen praktisch gegen null. Der Abstumpfungsgrad gegenüber Werbebotschaften ist somit sehr hoch. Zwar wirkt man mit zielgruppenspezifischer Ausrichtung der Werbekampagnen dem bereits entgegen, aber auch hier sind die Response-Quoten in den meisten Fällen geringer als 10 Prozent und die damit verbundenen Kosten nicht immer so günstig wie gewünscht. Viele Kunden reagieren zudem auch nicht auf Angebote, weil die berechtigte Befürchtung besteht, wenn man dem einmal etwas Aufmerksamkeit widmet, dass der Anbieter einen sofort "einfängt" und man in eine weitere Abfertigungsmaschinerie gerät. Um derartige Unannehmlichkeiten zu vermeiden, ist Ignoranz das probateste Mittel. Unpersönliches wird weggefiltert! Mit einem guten Permission-Marketing bieten Sie Ihrem Kunden und Ihren Besuchern wirkliche Aufmerksamkeit - Aufmerksamkeit in einer standardisierten, unnahbaren Welt. Vorzeigbares, effizientes Permission-Marketing erfüllt die Sehnsüchte der Kunden auf ehrliche, faire, persönliche, humane Art und Weise.

ÜBERSICHT ZUM TRENDVERHALTEN VON BESUCHERN UND KUNDEN IN DIESEM
ZUSAMMENHANG

Auch andere Beweggründe bestimmen das Verhalten des Kunden bezüglich Ihres Angebots, der Umgebung und aktueller Entwicklungsprozesse. Diese sind neben bisher benannten und einhergehenden Entscheidungsmotiven:

RELEVANZ

Filterung der Daten im Informationsfluss nach präferierter Relevanz.

COCOONING

Abgrenzung (einigeln) zu aktiven Kommunikationskanälen (= manipulierbare, bevormundende Personen oder Systeme) und von allem was standardisiert und automatisiert auf den Rezipienten wirkt.

SMART-SHOPPING

Bedingte Aufschmelzung der System-, Unternehmens-, Markentreue aufgrund attraktiver erscheinender Kauf-Modelle (Preisvergleiche im Internet, Auktionsportale, etc.)

ZUGESCHNITTENER SERVICE

Forderung einer individuellen Beratung und eines auf den Kunden zugeschnittenen Servicegrades. Dabei steht ebenfalls die Befriedigung humaner, persönlicher Bedürfnisse im Vordergrund. Wenn das Unternehmen von Kundschaft spricht, soll sich diese nicht als Melkkuh erweisen.

ZEITMANAGEMENT

Dem Rezipienten von Werbebotschaften bleibt nicht genügend Zeit, um Angebote sorgfältig zu prüfen. Zudem ist Freizeit momentan hierzulande ein kostbares Gut, was wohlüberlegt genutzt werden sollte. Aufmerksamkeit wird nur dem zuteil, der diese begrenzte Ressource nicht verschwendet. Auch wenn es nur Sekunden sind (Spam-Mails, Briefpostwurfsendungen, etc.) ...

BEQUEMLICHKEIT

Die berufliche Eingespanntheit des seelischen und körperlichen Befindens verleitet immer mehr Leute den bequemen Weg zu gehen und entweder von Haus aus zu bestellen oder auf der Strecke zwischen Arbeit und Wohnung einzukaufen.

EVENT-SHOW

Das Leben ist trist und grau. Die Beschaffung von Gütern ist keine abzuhandelnde Tätigkeit mehr und der Kunde erwartet einen gewissen Unterhaltungswert, wobei es Gefühle zu aktivieren gilt.

FAZIT

Nach dieser, wenn auch sehr knappen, Einführung ist festzustellen, dass sich Ansätze des Permission-Marketing in Ihrem Marketing-Konzept widerspiegeln sollten. In welchem Grad dies für Sie relevant ist, müssen Sie selbst abschätzen. Shop-Besitzern empfehlen wir nach Möglichkeit Seiten zur Produktdarstellung partiell zu individualisieren. Dies beginnt beim Design und bedingt einen gewissen Stil der Präsentation von Inhalt und Aussage. Website-Betreiber können trotz des verlockenden Werbespamcharakters des WWW Ihren Auftritt und Ihre Werbebotschaften am Permission-Marketing ausrichten. Je mehr Individualität der Kunde auf Ihren Seiten sieht, desto eher ist er geneigt Ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Allerdings stellt dies Start-Ups vor eine harte Bewährungsprobe, denn diese Individualität wird nicht immer belohnt. Erarbeiten Sie für sich ein Konzept, welches Ansätze des Guerilla-Marketings, des Viral-Marketings, des Affiliate-Marketings und der Nutzengenerierung über den Mehrwert verbindet und vereint. Dann lassen sich kurz- oder langfristig immer Erfolge erzielen.


WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN / LEITFADEN ZUM PERMISSION MARKETING

Welche Tipps und Anregungen sollte man aus der Sicht des Permission-Marketings im Umgang mit Kunden haben? Was ist bei der Ansprache zu beachten?

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Wie stellt man mittels des Permission-Marketings einen Dialog und eine Beziehung zum Kunden her? Wo setzt man an? Welche Vorgehensweisen ist bei den ersten Kontakten anzuraten?

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