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Marketing | Flyer und Visitenkarten
VISITENKARTEN
Visitenkarten gehören zur Geschäftsausstattung eines jeden Unternehmers und sind das Aushängeschild der Corporate Identity.
Sie repräsentieren auf kleiner Fläche den Wert und die Stellung des Unternehmens und vermitteln die zentrale Botschaft. Neben einer meist
kosten- günstigen Produktion sind Visitenkarten durch eine schnelle Verfügbarkeit, hohe Transportabilität sowie Griffbereitschaft
gekennzeichnet. Der entscheidende Nachteil ist allerdings die extrem geringe Reichweite (Face to Face) was die Visitenkarte als
eigentliches, effektives Werbemittel entwertet. Dennoch können Sie im Laufe Ihrer Geschäftstätigkeit mit etwas Geschick die
Reichweite erhöhen, indem Sie Kooperationen mit Empfehlungsnetzwerken eingehen. Finden Sie Geschäftspartner, welche Sie weiterempfehlen
und überlassen Sie ihnen einige Visitenkarten. Gelingt es Ihnen qualitative Partner zu akquirieren, kann über kurz oder lang der ein
oder andere Mandant gewonnen werden. Speziell in der Dienstleistungsbranche können über diese Art der Herangehensweise weitere
Kontakte entstehen. Alles eine Sache der Taktik. Vergessen Sie aber auch nicht dabei, dass in der Regel der Geschäftspartner selbiges
erwartet. Für reine Websitebetreiber ist der Besitz und Tausch von Visitenkarten, wenn man nicht geschäftsmäßig auftritt, vernachlässigbar.
Die Effekte der Kundengenerierung durch den Austausch von Visitenkarten gehen in den meisten Branchen gegen Null bzw. sind unerheblich
für die Umsatzgenerierung (B2C). Im Bereich B2B sind sie lediglich ein Hilfsmittel zum Ausbau von Empfehlungsnetzwerken.
FLYER
Flyer werden in der Praxis von Unternehmern gern als Werbemittel genutzt, um neue Kundenkreise zu erschließen - so die Absicht.
Trotz hoher Streuweiten und geringen Response-Quoten findet diese Marketing-Maßnahme generellen Anklang, meist in Form eines
unüberlegten "Schnellschusses" aufgrund mangelnder Marketing-Erfahrung. Oft hört man in Foren die Frage, ob sich denn eine
Flyer-Aktion lohnen würde? Generell lohnen diese nicht, aber unter Beachtung gewisser Regeln zur Analyse und Vorgehensweise
können Sie herausfinden, ob das Verteilen von Flyern für Sie nicht doch eine gute Ergänzung zu anderen Werbestrategien in Ihrem
Marketing-Mix darstellt. Hier die wichtigsten Aspekte und Fragen, welcher eine Klärung im Vorfeld erfordern:
- Definiere Deine Zielgruppe!
- Lokalisiere Deine Zielgruppe!
- Wie zugänglich ist meine Zielgruppe hinsichtlich dieser Form der Werbung (Flyer)?
- Wie gestalte ich den Flyer ansprechend?
- Was sollte der Flyer noch bieten?
- Wie löse ich Aktionen aus?

Um die Streuwirkung zu vermindern, sollte eine Eingrenzung der Zielgruppe vorgenommen werden. Die Einstellung "JEDER IST ZIELGRUPPE"
zeugt entweder von unbedarftem Handeln oder dem Unwillen zur Analyse. Mit dieser Haltung werfen Sie Ihr Geld zum Fenster raus
und ziehen den Unmut der Rezipienten auf sich. Beinlosen kann man nun mal keine Schuhe verkaufen, jedenfalls nicht durch einen Flyer
im Briefkasten. Machen Sie sich also Gedanken WER einen BEDARF an Ihrem ANGEBOT hat! Nutzen Sie die 4-Felder-Matrix
zur Unterteilung potentieller Kunden. Je besser Sie diese Analyse durchführen, desto besser eine potentielle Kontaktaufnahme. Trauern
Sie bei dieser Eingrenzung nicht dem Umstand nach, dass Ihnen durch die Verkleinerung des Personenkreis Kunden verloren gehen. Die
Mehrheit wird Ihrem Werbe-Flyer so oder so kaum Beachtung schenken - sei Ihr Angebot noch so aufregend. Konzentrieren Sie sich lieber auf
die Menschen (qualifizierte Besucher), welche ein wirkliches Interesse an Ihrem Angebot haben könnten. Ansonsten sind die
Vertriebskosten für den Flyer höher und die Response-Quoten im Vergleich zu den Ausgaben marginal.

Haben Sie Ihre Zielgruppe(n) definiert, müssen Sie prüfen WO sich diese befindet und in welcher KONZENTRATION.
Dies ist sehr wichtig, um sich gezielt der Werbekanäle zu bedienen. Untersuchen Sie dabei die Kriterien hinsichtlich des Wohn- und
Aufenthaltsortes. Letzteres beinhaltet alle Verkehrsflächen und Lokalitäten an denen man das Zielpublikum antreffen kann.
Wenn Sie beispielsweise als Zielgruppe ein junges Publikum identifiziert haben, sollten Sie Wohnbezirke ausfindig machen
in denen Jugendliche vermehrt aufwachsen und die Orte bestimmen wo sich dieses Publikum regelmäßig trifft bzw. welche
Locations frequentiert werden.

Nachdem wir uns über das WER und WO im Klaren sind, ist das "WIE" der nächste Betrachtungsgegenstand, also
WIE erreiche ich die Zielgruppe? Spezielles Augenmerk liegt hier eindeutig in den Vertriebskanälen. Für Flyer-Aktionen eignen
sich prinzipiell Postwurfsendungen, eventuelle Beilagen zu anderen Printmedien und das Auslegen in Geschäftsräumen des
Kooperationspartners. Was im Einzelfall realisiert werden soll, müssen Sie entscheiden. Wichtige Merkmale für die Beurteilung
sind Reichweite, Vertriebskosten, Response-Quote, Zuspruch durch die Geschäftspartner und der Effizienzgrad zu anderen
Marketing-Maßnahmen.

Alle bisherigen Analysen und Erkenntnisse nützen Ihnen gar nichts, wenn Sie an dieser Stelle halbherzig zur Tat schreiten.
Die Gestaltung der Flyer ist der entscheidende Punkt, welcher über Ihren Erfolg entscheidet. Schaffen Sie es nicht innerhalb
von 1-3 Sekunden Aufmerksamkeit auf sich und Ihr Angebot zu ziehen, ist alle Mühe vergebens. Hier gibt es - wie überall - auch kein
Patentrezept zur Art und Weise der Gestaltung. Dennoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle ein paar kleine Tipps und Ratschläge mit
auf den Weg geben:
-
Überlegen Sie wie "trendy" der Flyer gestaltet werden muss. Die Aufmachung soll der Zielgruppe entsprechen und Ihrem Angebot. Flippiges
Design für Menschen über 70 führt wohl eher zum epileptischen Anfall als zur Beruhigung.
- Belesen Sie sich in der Farbpsychologie
- Heben Sie sich durch andere Flyer sonstiger Postwurfsendungen ab (Gestaltung, Farben, Form, Öffnungsverhalten, Beilage, etc.)
- Seien Sie kreativ, aber passgenau zur Zielgruppe
- Stellen Sie eine klare Botschaft heraus und platzieren Sie markante Faszinationspunkte
- Vermeiden Sie viel Text. Dieser wird in den seltensten Fällen gelesen
Probeweise können Sie ein paar Flyer Ihren Freunden & Bekannten in den Briefkasten werfen und testen, ob es eine Resonanz gibt.
Spricht Sie nach dieser Aktion keiner Ihrer Getreuen an, wissen Sie, dass Ihre Gestaltung einer Nachbesserung bedarf.

Manche Geschäftsideen und Flyer lassen sich gut mit Add Ons verbinden. Hier kommen eventuell Warenproben, Rabattmarken,
Gutscheincodes oder ähnliches zur Anwendung. Prüfen Sie Ihr Konzept also auf Erweiterungen dieser Art.

Vergessen Sie bei der Gestaltung auch nicht den Leser zu einer Handlung anzuregen. Einen Flyer interessenhalber zu lesen und
für gut zu befinden, verleitet den Empfänger nicht gleich dazu die von Ihnen erwünschte Aktion durchzuführen (z.B. den Besuch Ihrer Website). Oft
ist der Vorsatz sich "später damit zu beschäftigen" schnell vergessen und die Response kommt somit nicht zustande! Aber drängen Sie
den Leser nicht gleich zu irgendetwas. Hier ist Fingerspitzengefühl und etwas Gehirnschmalz gefragt. Anheizer wie "Die ersten 50
Besucher erhalten ..... gratis" wirken mit einer ansprechenden Gestaltung Wunder. Natürlich müssen Sie auch hier wieder überlegen,
ob sich das zu investierende Kapital amortisiert und Ihre Liquidität nicht gefährdet.
ZUSAMMENFASSUNG UND RELEVANZ FÜR WEBSITE-BETREIBER
Bedenken Sie immer, dass das Werben per Flyer zwiespältig zu sehen ist. Für Shop-Betreiber und Dienstleister können Flyer-Aktionen
dazu beitragen den Kundenstamm zu erweitern. Dies ist aber sehr stark davon abhängig, wie gut Sie Ihre Zielgruppe identifizieren
und wie gewinnbringend Sie diese ansprechen. Der Druck und das Verteilen der Flyer kostet Geld, welches sich in der Regel auch
wieder amortisieren soll. Starten Sie im Zweifelsfall kleinere Testläufe zur Verbesserung der Qualität Ihres Flyers. Zudem sollte
Ihre Website bereits über ein vielfältiges Angebot verfügen, bevor Sie derartige Kampagnen starten. Flyer-Kunden erwarten oftmals
ein wenig mehr, wenn sie sich schon den Aufwand für einen Besuch Ihrer Seite/ Ihres Geschäftes machen. Enttäuschungen sind der
größte Kundenschreck den es gibt und diesen können Sie nur schwer wieder wettmachen.
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