Suchmaschinenoptimierung | SEO: Gastbeiträge & Artikel

10 Dinge, weshalb so mancher SEO "stehen bleibt"

01: Fehleinschätzung von Markt & Thema

Manchmal mag man es sich nicht eingestehen wollen, aber das eine oder andere Projekt stockt und die Besucherzahlen stagnieren. Umso trauriger, wenn man als SEO viel Zeit investiert hat und sich diese (vorerst) nicht rentiert. Hier liegt eine klassische Fehleinschätzung des Marktes, eventuell der Thematik und der Konkurrenz, vor. Ziehen Sie die Lehren aus der falschen Einschätzung des Marktes und Projektes. Akzeptieren Sie vermeintliche Fehlschläge, aber veräußern Sie nicht Ihr Projekt. Lassen Sie es lieber liegen. In einigen Fällen ist die Zeit Ihr Verbündeter. Vielleicht haben Sie zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Idee wie Sie vermeintlich totgeglaubte Projekte in neue Richtungen lenken können und Ihre Plattform wieder an Fahrt gewinnt.

Unser Tipp:
Erkennen Sie eigene Fehlentscheidungen an, lernen Sie daraus und versuchen Sie Ihre Erkenntnisse in neue Projekte zu übertragen. Geben Sie niemals auf! Legen Sie zudem größeren Wert auf die Projektplanung und Analysen des Marktes.

02: Kurzsichtiger Linktausch, -miete, -kauf

Viele SEO tauschen Ihre Links immer noch 1:1 in Bezug auf den PageRank. Ausgehende Links werden kaum gesetzt. Gerade dieser Geiz hinsichtlich der Linksetzung behindert die Wertsteigerung Ihrer Website. Sie vergeben sich Chancen, wenn Sie nicht freiwillig und ohne Gegenleistung verlinken! Ein Link auf eine andere Website kann auf Sie aufmerksam machen, z.B. wenn andere SEO die betreffende Seite durch den Backlinkchecker jagen. Vielleicht findet dieser SEO Ihre Seite ja gut? Vielleicht verlinkt er Sie oder stellt eine Anfrage zum Linktausch. Oder der Webmaster selbst sieht einen neuen, auf seine Domain verweisenden Link und setzt einen zu Ihnen. Vieles ist denkbar! Auch hilft Ihnen eine gute, gewinnbringende, qualitative und massive Verlinkung zu externen Seiten einen Google-Bonus zu bekommen. Einen schönen Artikel hierzu bietet die Plattform Seokratie mit dem Artikel Hub & Linkschleuder.

Auch läuft man auf glühenden Kohlen beim Kauf oder Tausch von Links. Zwar funktionieren viele Netzwerke noch sehr gut, aber falls Google die Prioritäten ändert und noch massiver als bisher gegen diese manipulativen Dienste vorgeht, kann eine Abstrafung sehr hart ausfallen. Nur weil es bisher nicht schief gegangen ist, ist dies kein Garant für Langfristigkeit, insbesondere bei standardisierten Quellcodeeinbindungen.

Unser Tipp:
Um Ihrem Projekt weiter Schub zu verleihen, verlinken Sie gute Websites ohne Gegenleistung. Kurzsichtige Handlungsweisen beim Tausch, Kauf oder Miete werden langfristig nach hinten losgehen. Im besten Fall erfahren Sie eine Entwertung, im schlimmsten Fall eine unwiderrufliche Abstrafung auf unbestimmte Zeit. Entscheiden Sie sich dennoch für den Kauf oder die Miete von Links, achten Sie bitte darauf, dass eine Verbindung zu Ihnen seitens der Suchmaschine nicht hergestellt werden kann. Dies schützt Sie aber nicht vor dem Standard-Petz-Protokoll.

03: Reine Suchmaschinenfixiertheit

Genauso kurzsichtig wie Linkgeiz ist es für einen SEO rein auf die Suchmaschinen fixiert zu sein. Wer nur für diese optimiert, vergisst in der Regel die Bedürfnisse der Besucher. Sie können vielleicht viele PIs (= Page Impressions) generieren, jedoch springen Ihnen die User nach zwei bis drei Seiten wieder ab. Hinterlassen Sie auch noch einen weniger nutzbringenden Eindruck, wird dieser Besucher mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Besuche vermeiden. Genannt seien hier insbesondere Keyword-Spam, Keyword-Baiting ohne inhaltlichen Bezug und reine MfA-Seiten (Made for Adsense).

Unser Tipp:
An erster Stelle sollte immer der Mehrwert für den Besucher stehen, dann die Suchmaschine. Verzichten Sie einfach manchmal auf "hartes", straffes SEO beziehungsweise reizen Sie es nicht bis zum Anschlag aus. Lernen Sie den Spagat zwischen SEO und Besucher.

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04: Keine qualitativen Inhalte

Direkt verbunden mit eben erwähnten Sachverhalt ist die Notwendigkeit konstruktiver Inhalte. Dies ist zwar keine direkte SEO-Maßnahme, kann aber im weiteren Sinne als solche angesehen werden. Gute Inhalte werden verlinkt und weiterempfohlen. Das ist der ganze Sinn der SEO-Tätigkeit - alle Maßnahmen auf Empfehlungen auszurichten. Deshalb haben es vor allem Webkataloge und die Unterseiten der AV so schwer dauerhaft gut zu ranken. Jede Ihrer Seite sollte eine Existenz- berechtigung haben. Der Inhalt und Aussagewert sind diese Existenz- berechtigung. Vernachlässigen Sie als SEO die Inhalte und deren Pflege, sabotieren Sie selbst die Nachhaltigkeit des Webprojektes.

Unser Tipp:
Bieten Sie immer gute Inhalte! Investieren Sie Zeit in den Aussagegehalt und die weiterführenden Links auf andere qualitative Inhalte im WWW. Seiten ohne Sinn und Zweck zur reinen Linkgenerierung verfehlen ihre Wirkung. Arbeiten Sie lieber einen Tag an einem Artikel als an drei.

05: Schreckliches Design

Gut, Design ist zwar kein SEO-Kriterium, aber trägt ebenfalls zum Empfehlungsgeschäft (und Verlinkung) bei. Verstoßen Sie gegen alle Regeln eines anspruchsvollen Webdesigns oder bieten keinen Mindest- standard, ist auch keiner bereit einen Link zu Ihnen zu setzen. Die Response-Quote bei Linktauschanfragen ist minimal und Sie verwenden sehr viel Zeit in Leerlaufprozesse.

Unser Tipp:
Die Punkte 03, 04 und 05 sind in Ihrer Gesamtheit zu sehen. Sie gehören zu einer seriösen und wertsteigernden Handlungsweise eines SEO dazu. Versuchen Sie alle drei Punkte so gut wie möglich umzusetzen. Auch das ist Suchmaschinenoptimierung. Ein Designer oder Textschreiber lebt nicht von SEO, aber ein SEO von Text und Design.

06: Selbsttäuschung, wenn Projekt nicht vorankommt

Selbsttäuschung und der Aufschub notwendiger Überlegungen bremsen die Entwicklung Ihrer Website und die Verbesserung der Such- maschinenpositionen. Nicht selten schiebt man stagnierende Positionen der Suchmaschine zu, der Branche, der eigenen Faulheit, dem Wettbewerb oder der Wartezeit bis zum nächsten Update. Gute SEOs üben stetige Selbstkritik an sich, analysieren die Defizite bisheriger Handlungen und Entscheidungen und warten nicht auf Entwicklungen. Sie schieben auch niemand anders die Schuld in die Schuhe. Egal wie die äußeren Umstände sind - Ihre Position in den SERP bestimmt sich nach Ihrer Leistung. Es ist nicht schlimm zuzugeben, wenn man falschen Strategien gefolgt ist. Klarheit erlangt ein SEO nur mit dem Mut zur ehrlichen Selbsteinschätzung.

Unser Tipp:
Gehen Sie immer hart mit sich ins Gericht. Vordergründig sind Sie für alle bisherigen Entscheidungen verantwortlich. Seien Sie fair zu sich, beurteilen Sie Ihre Erfolge und Handlungen real und nutzen Sie die Erkenntnisse zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten.

07: Mangelnde Ressourcen und Netzwerke

Urteilen Sie dennoch nicht zu streng über sich! Es gibt auch äußere Umstände die Ihnen das Leben schwer machen. Sehr oft mangelt es an Netzwerken aller Art und ausreichender Ressourcen (z.B. Kapital und Zeit). Stehen Sie dem nicht hilflos gegenüber, sondern beginnen Sie Strategien zur Kompensierung oder Förderung beider Aspekte zu entwickeln. Hier ist Kreativität und planvolles Handeln gefragt. Erkundigen Sie sich in Foren nach weiteren Möglichkeiten und suchen Sie Mitstreiter. Reines Konkurrenzdenken ist an dieser Stelle extrem hinderlich. Schauen Sie welcher Mitbewerber ähnliche Probleme hat und verbünden Sie sich. Ein SEO mit guten Netzwerken gleicht fehlende Ressourcen langfristig sehr gut aus und kommt seinen Zielen wieder ein Stück näher. Gemeinsam statt einsam!

Unser Tipp:
Kapitulieren Sie nicht vor dem Fehlen an Ressourcen und Netzwerkverbindungen. Mit genügender und intensiver Suche nach Gleichgesinnten kämpfen Sie sich zu besseren Ausgangsbedingungen hoch. Hartnäckigkeit und ein geübtes Auge bei der Partnerwahl sind Gold wert und ermöglichen Ihnen zukünftig ganz andere Mittel zur Verbesserung der SERP-Positionen.

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08: Fehlende Breitbandstreuung der Marketing-Medien

Trotz Ihrer tadellosen SEO-Tätigkeit kann Ihr Projekt vorerst wie zementiert in den SERPs verharren. Egal wieviel Links Ihnen gut- geschrieben werden - es fehlt an positiver Bewegung. Versuchen Sie hier ein wenig den Blick von den Suchmaschinen abzuwenden. Betreiben Sie vermehrt Forenarbeit, nutzen Sie Dienste wie Yigg (für Shops Preisportale), Presseportale bis hin zu Offline-Medien. Ziel sollte es immer sein Aufmerksamkeit zu erregen! Diese Aufmerksamkeit verhilft zu Links oder sonstigen Empfehlungen. Mit etwas Glück werden Reporter auf Ihre Website aufmerksam oder bestimmte Anbieter. Gemeinsame Promotion erhöht Ihre Bekanntheit und externe Marketingeffekte führen zur Belebung der Online-Aktivitäten. Wenn Sie also mit gewohnten Methoden keine Fortschritte erzielen, erweitern Sie Ihre Marketing-Palette und versuchen Sie ungewohnte Quellen zu erschließen. Eine reine Online-Fokussierung kann Sie etappenweise Zeit kosten.

Unser Tipp:
Schauen Sie bei allen SEO-Aktivitäten auch einmal nach links und rechts zum allgemeinen Tagesgeschäft. Hier können Sie sich viele Anregungen einholen oder andere Quellen erschließen. Bauen Sie nicht allein auf die vertikale Struktur der SEO-Maßnahmen, sondern erweitern Sie Ihre Bestrebungen horizontal.

09: Falsche Zeit, falscher Ort.

Endlich haben Sie es geschafft! Sie stehen in den Top 3 für die von Ihnen für relevant erachteten Suchbegriffe. Doch die Besucher bleiben aus, die Conversionsrate ist mickrig und die Besucherentwicklungen verlaufen nicht wie erhofft. Platz 1 und keiner kommt ?!? Nunja .... etwas bitter, aber nicht ungewöhnlich. Aktuell sehr gut zu beobachten in einigen Bereichen der regionalen Suchmaschinenoptimierung. Dienstleistung plus Stadt als Suchbegriff wird einfach nicht genügend nachgefragt. Da es und mit einem Projekt genauso geht, können wir Ihnen aus Erfahrung sagen: Sie sind zu zeitig! Manchmal optimiert man auf Begriffe von denen man glaubt, dass bestimmte Zielgruppen diese nachfragen und trotz geringer Besucherzahlen sich die Optimierung amortisiert. Das tut sie auch, nur noch nicht jetzt! Die Regionalsuche bedarf noch ein wenig an Zeit. Viele Nachfrager gehen noch über das Branchenbuch oder erkundigen sich bei Vereinen & Institutionen vor Ort. Auch hier wird es noch einen Wandel geben! Bauen Sie Ihre Pole Position also weiter aus und vertrauen Sie auf die Zukunft! Ob sich dies aber letzten Endes wirklich rentiert, können auch wir Ihnen nicht versprechen. Die Beobachtung der aktuellen Marktlage ist hier unabdingbar.

Unser Tipp:
Sterben Sie nicht gleich tausend Tode, wenn Sie trotz Top-Platzierung kaum Besucher haben. Schauen Sie auf die Zukunftsträchtigkeit des Themas (sollte allerdings schon vor der Optimierungsmaßnahme eruiert werden) und lehnen Sie sich zurück, falls weiterhin Besucherpotential gegeben ist. Stabilisieren Sie Ihre Positionen!

10: Der Glaube, dass SEO alles reißt!

Nicht selten, jedoch verständlich ist die Herangehensweise mancher Webmaster. Sie glauben das Know-how für SEO zu haben und erliegen gleichzeitig dem Irrtum mit diesem Wissen die eigenen Projekte in den SERP "hochspülen" zu können. Suchmaschinenoptimierung ist kein Garant für Erfolg! Es gibt viele Online-Präsenzen, welche noch nie in hohem Maße SEO betrieben haben (genannt sei das StudiVZ als repräsentativer Vertreter) und erfolgreich sind. Aber es gibt auch Gegenbeispiele die mit kontinuierlicher SEO-Arbeit für guten Umsatz sorgen. Wenn Sie nur mit der Annahme ins Webgeschäft eintreten, dass SEO Sie zum Ziel führt, werden Sie definitiv scheitern. SEO ist EIN Werkzeug in der Gesamt- strategie des Marketingkonzeptes. Verinnerlichen Sie diese Erkenntnis. Sie wird Sie vor allzu großer Enttäuschung bewahren und die Bildung alternativer Pläne fördern.

Unser Tipp:
Verlassen Sie sich nie allein auf SEO. Kein kluger Mensch setzt allein auf ein Pferd ohne sicher zu gehen, dass dieses auch gewinnt. Und im Bereich SEO ist nichts sicher, weil sich die Gegebenheiten permanent ohne Ihr Einwirken ändern.

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