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Guerilla-Marketing![]() Beim Guerilla-Marketing handelt es sich um einen konzeptionellen Ansatz, wobei primär die Umsetzung von Angriffsstrategien im Vordergrund steht. Der eigene Marktanteil soll auf Kosten der Mitbewerber erhöht bzw. verteidigt werden, weshalb sich das Guerilla-Marketing sehr gut im Verdrängungswettbewerb einsetzen lässt. Die dabei angewandten Taktiken und Strategien zeichnen sich in der Regel durch ihren aggressiven Charakter aus, um die anvisierten Marktanteile zu erreichen. Allerdings muss diese Aggressivität nicht zwangsläufig in einen offenen Kampf münden. Clevere Marketeers greifen dabei eher auf eine subtilere, aber wirkungsvolle Vorgehensweise zurück. Laut Zehmisch (webselling; Monika Zehmisch; Data Becker-Verlag) existieren zwei Sichtweisen zur weiteren Definition des Begriffes Guerilla-Marketing, sozusagen ein "guter" und ein "schlechter" point of view. Definition A/ Sichtweise AHier nutzt man das Guerilla-Marketing in seiner vollen Rücksichtslosigkeit und fährt eine zermürbende, feindselige Angriffsstrategie. Die Bestrebungen der Konkurrenz sollen blockiert und zum Stillstand gebracht werden. Dabei nimmt man den Mitbewerber dauerhaft unter Beschuss, erhöht durch Agitation den Reaktionsdruck und versucht etappenweise die Ressourcen des Gegners (Zeit, Kapital, Nerven) zu schmälern. Ein probates Mittel im Internet sind Abmahnungen, also die Nutzung rechtlicher Mittel. Großer Vorteil ist hierbei, dass der Angreifer aus einer verdeckten Haltung heraus operiert und lediglich ein Minimum an eigener Zeit und an eigenem Kapital aufwenden muss. Nicht selten wird dabei das Ziel verfolgt die Gegenseite zu ruinieren sowie Angst und Schrecken bei anderen, weiteren Marktteilnehmern zu verbreiten. Bekannte Beispiele lassen sich da schnell in den jeweiligen Branchen finden. Unter Umständen kann sich das Bedienen dieser Strategie auch negativ auf den Aggressor auswirken. Das Internet erlaubt es hierzulande (noch) seine Meinung offen und frei zu äußern. Dementsprechend existieren im Netz viele Artikel und Blogs, welche sich mit bestimmten Unternehmen und deren Marktverhalten auseinandersetzen. Negativberichte erscheinen und schaden somit langfristig immens dem Angreifer. Pfiffige Marketeers verwandeln mittels Seo-Techniken und guter Presse das Geschoss in einen Bumerang, welcher die Schadenswirkung potenziert. Überlegen Sie von daher genau, ob Ihnen dieser offene Kampf nicht einmal zum Nachteil gereichen kann. Definition B/ Sichtweise BDie eher gemäßigte Variante des Guerilla-Marketings ist durch ein moderates, konstruktives Vorgehen gekennzeichnet. Das heißt, dass sich der Marketeer Wettbewerbspositionen durch wirkliche Leistungen und Erfindungsreichtum erschließt und sichert. Störungen der Konkurrenz sind nicht eigentliches Ziel, sondern man möchte durch Cleverness glänzen. Auch steht weniger der Mitbewerber im Fokus, sondern eher der Kunde und Mandant. Zum besseren Verständnis dieser Sichtweise lohnt es sich das Guerilla-Marketing dem klassischen Marketing einmal gegenüber zu stellen. GEGENÜBERSTELLUNG KLASSISCHES MARKETING UND GUERILLA MARKETING1)
Sicherlich, viele Sachverhalte des klassischen Marketings scheinen für das geübte Auge bereits antiquiert und man möchte meinen,
dass Aspekte des Guerilla-Marketings bereit als Standard gelten. Auf Menschen, welche sich mit Marketing auseinandersetzen,
mag dies zutreffen. Jedoch glauben immer noch viele Leute, gerade Neulinge in der Webmasterszene, aber auch Großunternehmen,
dass die Anwendung von Instrumenten des traditionellen Marketings (z.B. das Versenden von Massen-Emails) ihnen weiterhin
gute Gewinne einbringt. Ein Großunternehmen kann sich diese Einstellung leisten. Junge Existenzgründer und Webmaster hingegen nicht.
Gerade deshalb, weil zu Beginn der Unternehmung selten die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Markt selbst
gestalten zu können. Hier sollte man sich eher als Guerilla versuchen. Auch ist erkennbar, dass Verbindungen zum
Permission-Marketing und zum
Viral-Marketing bestehen.
FazitWas man nun also unter Guerilla-Marketing verstehen will, ist abhängig von der Sichtweise. Guerilla-Marketing im negativ behafteten Sinne bedient sich starker Stör- und Einschüchterungstaktiken (-strategien) zur Verdrängung der Konkurrenz. Betrachtet man Guerilla-Marketing aus einem anderen Blickwinkel, geht es viel mehr um die Fokussierung auf den Kunden, die Nutzung kreativer Elemente, Instrumente und Strategien zur Gewinnung von Marktanteilen und zur Steigerung von Profiten. Ein Guerilla sucht ständig nach neuen Wegen und Kombinationsmöglichkeiten fernab traditioneller Denkweisen und scheut nicht vor Experimenten und gleichfalls gut durchdachten Aktionen. Beide Sichtweisen sind jedoch auf Angriffstaktiken und -strategien ausgerichtet. Quellen1) in Anlehnung an: Guerilla-Marketing (Jay Conrad Levinson; Campus Verlag; 2008)
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN ZUM GUERILLA MARKETING
Für wen eignet sich das Guerilla-Marketing? Was muss ein Guerilla mitbringen und aus welcher Sichtweise heraus muss er agieren?
Worin liegen erste Vorteile begründet? Worin das Potential?
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Was muss ein Guerilla beherzigen? Woran soll er sich orientieren? Hier ein paar Regeln und Leitlinien, welche Sie verinnerlichen sollten.
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Welche Instrumente und "Waffen" stehen einem Guerilla zur Verfügung? Wie setzt er diese ein? Wie unterscheiden sie sich in der Anwendung und Eignung?
» read more Kommentare, Ideen, Anregungen und NützlichesSei der Erste der einen Kommentar schreibt! |
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