Existenzgründung Frauen

ALLGEMEINES ZUR EXISTENZGRÜNDUNG FÜR FRAUEN

Arbeiten von zu Hause aus, gute Einkünfte und gleichzeitig das Kind heranziehen ist der Traum einer jeden Frau. Doch Realität und Staat sind nicht unbedingt die besten Helfer in der Unterstützung einer sorgenfreien Existenzgründung für Frauen. Mit dem Betreiben einer Website können Sie diesem Ziel ein wenig näher kommen, allerdings ist auch hier eine große Portion Grips, Ehrgeiz und gesundes Unternehmertum gefragt. Ihnen muss bewusst sein, dass der Weg in die Selbstständigkeit nicht einfach zu beschreiten ist. Gerade Mütter sind einer Doppelbelastung und den damit verbundenem Stresslevel ausgesetzt. Machen Sie sich das klar, bevor Sie in die Existenzgründung starten. Unterschiedliche Ausgangslagen (mit/ ohne Kind; nebenberuflicher Start, etc.) erfordern unterschiedliche Strategien. Stellen Sie einen geeigneten, tendenziellen Tagesplan auf und beziehen Sie nicht nur Zeitaspekte und den beruflichen Alltag ein, sondern auch all die wichtigen Dinge wie Gesundheit, Wohlergehen des Kindes, Zufriedenheit, Anti-Stress-Programme. Berücksichtigen Sie auch Puffer und bewusst soziale, gesellschaftliche Aktivitäten und planen Sie nicht zu straff. Auf dem Papier kann man alles schaffen und umsetzen, bei der Durchführung hängt es schon an den kleinsten, unerwarteten Stellen. Bevor Sie also in die Existenzgründung starten, durchdenken Sie Ihr Vorhaben gut! Es muss realisierbar sein, aber Sie sollten sich auch nicht unbedingt durch scheinbar unlösbare Aufgaben von Ihrer Unternehmung abbringen lassen. Mit der richtigen Herangehensweise, einer guten Planung und einem Mindestmaß an Ressourcen (Zeit, Kapital, Unterstützung durch Dritte) können Sie fast alle Probleme lösen und Schritt für Schritt wachsen.

CHECKLISTE BEZÜGLICH DOPPELBELASTUNG UND ERWARTUNGSHORIZONT

Selbstständige Frauen mit Kind sollten die folgende Checkliste als Ausgangsbasis dafür nehmen, um zu klären, ob die Doppelbelastung die eigenen Grenzen des Schaffbaren übersteigt und ob Sie dieser Herausforderung gewachsen sind. Wird der Großteil positiv beantwortet, dann sind für Sie bereits gute Rahmenbedingungen gesetzt. Im entgegengesetzten Falle sollten Sie erst hier ansetzen bevor Sie weitere Schritte unternehmen.


  1. Ihr Job lässt sich auch mit einer begrenzten Anzahl an Arbeitsstunden bewältigen?
  2. Steht Ihr Umfeld weitgehend hinter Ihnen? Finden Sie in Notsituationen genügend Halt bei Ihnen nahestehenden Personen?
  3. Können Sie Ausfälle (z.B. Krankheiten) kompensieren (Einkommen, Arbeitskraft)?
  4. Ihre Kinder erhalten jederzeit eine ausreichende Betreuung (Mutter, Betreuer, Familie, Babysitter)?
  5. Gestatten Sie Ihrem Kind andere Beziehungen mit Menschen einzugehen, welche sich um dieses kümmern und sorgen?
  6. Sie können über einen sehr langen Zeitraum mit eingeschränktem Privatleben und Freizeitpensum leben, falls Ihre Existenzgründung dies erforderlich macht?
  7. Die auszuübenden Tätigkeiten on job sind flexibel gestaltbar?
  8. Sie Ihre Belastbarkeit dahin gehend steuern können, dass Sie gehobenen Anforderungen und die Pflicht zum Ausgleich (Reserven schaffen) miteinander kombinieren können?
  9. Ihnen bewusst ist, dass zum Start der Selbstständigkeit i.d.R. finanziell schlechter gestellt sind und Ihnen weniger Geld für den eigenen Konsum zur Verfügung steht?

IHRE RECHTE ALS MUTTER IN ZEITEN IHRER SELBSTSTÄNDIGKEIT

MUTTERSCHUTZ

An dieser Stelle gleich die schlechte Nachricht: Als selbstständige Mutter haben Sie kein Anrecht auf Mutterschutz! Unternehmen sind per Gesetz dazu verpflichtet Schwangere und Mütter vor Gesundheitsschäden und Überbeanspruchung zu schützen. Im Falle einer Selbstständigkeit fehlt Ihnen diese übergeordnete Ebene des Schutzes, denn dann würde diese Rolle dem Staat zuteil und die Anzahl der selbstständigen Frauen würde immens in die Höhe schnellen. Deshalb ist es einleuchtend wie bedauerlich, dass sich der Staat dieser Mehrbelastung nicht annimmt und dieses Risiko der Unternehmerin selbst zuschiebt. Auch steht Ihnen kurz vor und nach der Entbindung keine gesonderten Zuwendungen zu. Auch sei hier zu erwähnen, wie Sie sicherlich bereits erahnen, dass gesellschaftsbedingt auf Frauen und Schwangere kaum Rücksicht genommen wird. Im Falle einer Geschäftsbeziehung besteht also immer das Risiko für Sie, dass Ihre Geschäftspartner (direkte wie indirekte) Sie als "nicht mehr tragbar" einstufen und es Komplikationen geben könnte. Dies ist sehr bedauernswert, aber in einer Welt in der nur Gewinne zählen, üben die wenigsten Menschen Nachsicht auf Schwangere und Mütter. Akzeptieren Sie dies für sich und versuchen Sie die Problematik auch für sich zufriedenstellend zu lösen.



ACHTUNG!
Da hier ein Mann schreibt, wäre ich für die Zusendung von Tipps, hilfreichen Plattformen, Empfehlungen und Sachverhalte dankbar. :)



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