Webdesign einer Website | Textur: Volumen & Tiefe

Zwar handelt es sich bei der Bildschirmoberfläche um ein zweidimensionales Anzeige- medium, aber dennoch ist es möglich dem Auge ein dreidimensionales Gebilde zu suggerieren. Dies erzeugt man mit optischen Tricks zur Generierung von Volumen und Tiefe. Dabei kann man die gewünschten Effekte mittels der Perspektive, der Proportionen und durch die Verwendung von Licht und Schatten erreichen.

PERSPEKTIVE

Sehen wir uns einmal gemeinsam die Abbildung Perspektive an. Wir wissen, dass sich die Linien im weiteren Verlauf nicht überschneiden, denn sonst würden sich ja die darauf befindlichen Sportler gegenseitig über den Haufen rennen. Dieses Bild nutzt klar die perspektivische Verzerrung um uns bewusst oder unbewusst ein räumliches Gefühl zu vermitteln. Oft reicht es diese Verzerrung nur anzudeuten und nicht in diesem extremen Maße darzustellen.

Tiefe, Perspektive

PERSPEKTIVE

PROPORTIONEN

Proportionen im Sinne von Größenunterschieden helfen uns Personen oder Dinge im Raum zu bestimmen. Der Höhenunterschied des Objektes im Hintergrund zum Objekt im Vordergrund lässt einerseits auf die Entfernung und andererseits auf die Relationen der Objekte zueinander schließen. Im linken Bild erscheinen die Menschen viel kleiner und befinden sich demnach tiefer im Raum. Die Methode der Verschwommenheit nutzt zudem bekannte Werkzeuge zur weiteren Betonung der Tiefe, weil die Unschärfe des Hintergrundes die Entfernung in Bezug auf das Sehvermögen unterstreicht. Der Berg im rechten Bild ist in Wirklichkeit nicht dreimal so groß wie der ihn zu erklimmend versuchende Bergsteiger. Auch hier sieht man wunderbar das Erzeugen einer Tiefe mittels Proportionen und ergänzend die Hinzunahme der Perspektive (Berge im Hintergrund).



Texturen, Proportionen

LICHT UND SCHATTEN

Die wohl am häufigst verwendeten Mittel zur Darstellung von Tiefe & Volumen sind Licht und Schatten. Beide eignen sich ideal zum Aufbau einer dreidimensionalen Tiefenillusion. Fehlende Schattierungen und zu helle Flächen spiegeln einen zweidimensionalen Untergrund dar, welcher kein räumliches Empfinden fördert. Licht und Schatten aufeinander abgestimmt eingesetzt, suggerieren ein sehr starkes 3D-Gebilde. Folgendes Beispiel verdeutlicht das Zusammenspiel:



Licht, Schatten

Alle drei Kreise sind in Farbe und Durchmesser gleich. Bereits durch das Hinzufügen von perspektivisch, einfallenden Licht kann aus einer Kreisfläche ein durchaus sehenswerter, dreidimensionaler Körper geformt werden. Erweitert man die entstandene Kugel um einen Schlagschatten, erscheint die ursprüngliche Kreisfläche als täuschend echtes 3D-Kugelgebilde. Durch die Variierung von Licht und Schatten in Einfallswinkel und Intensität können Sie die so entstandenen Objekte der jeweiligen Umgebung anpassen und sie optimal im Raum ausrichten.

Um eine wahrnehmbare Tiefenwirkung der Elemente Ihrer Website zu erzeugen, sollten Sie alle drei Methoden aufeinander abgestimmt einsetzen. Platzieren Sie tiefenbetonte Objekte nicht um ihrer Selbstwillen, denn sonst verleiht es der Seite ein unnatürliches und aufgezwungenes Profil. Betonen Sie einzelne Elemente mittels dieser Techniken und versehen Sie diese der Notwendigkeit nach.


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